Harald Uhl, Dr. jur., Dr. rer. pol., Ministerialrat i.R., geboren 1934 in
Wien, seit 1965 im kirchlichen und staatlichen Dienst in der Bundesrepublik
Deutschland, 1977-1981 Studienleiter des Deutschen Evangelischen
Kirchentages tätig im evangelischen Bereich der Ökumene.
1572 übertritt zur römischen Kirche
wurde Pfarrer in Kaiserswerth
1583 in Köln
1593 Regens eines Gymnasium
1610 Rektor der Universität
Biographie:
Sacra
Biblia, Das ist, die gantze H. Schrift Alten vnd Newen Testaments, nach der
letzten Römischen Sixtiner Edition, auß Befehl des hochwürdigsten
Durchleuchtigsten Fürsten vnd Herren, Herren Ferdinanden, Erzbischoffen zu cöln
vnd Churfürsten etc. mit fleiß vbergesetzt durch den Ehrwürdigen vnd
hochgelehrten herren Casparum Vlenbergium Lippiensem, der H. Schrfft Licenciaten
Pastorn zu S. Columben in Cöln, auch vbersehen durch die insonder hierzu
verordnete der H. Schrifft Doctorn in der weltberümpter Universitet daselbst.
Gedruckt
zu cöln in der Quenteleyen, durch Johannem Kreps Im Jar
M.DC.XXX. [1630]
Mit Röm. Keys.
Mayest. Gnad vnd Freyheit. In
Fol.
324 S. NT;
2,5x20cm,
Apokryphen
wie folgt:
1 S. Das
gebet Manasse
52 S. Dritte
und vierte Buch Esdrae
1701:Sacra Biblia
Bamberg: Verlegt von Johann Ziegern und Georg Lehmann.
Gedruckt zu Fürth von Abraham von Werth im Jahre Christi 1701
1703: Das Neue Testament Breßlau auffm Dohm: Gedruckt bey Andreas Frantz Pegen Hochfürstl. Bischoffl.
Hoff=Buchdruckern.
1703 zufinden auff den Freydhoff bey S. Matthiae
Biblia Sacra Das
ist die gantze H. Schrifft Alten und Newen Testaments, nach der letzten
Romischen Sixtiner Edition Durch H. Casparen Ulenberg der H.Schrift Licentiaten
mit fleis vbergesetzt irtzo merklich verbessert
Collen: Hermann Dehmen, - 1704
Download
1717: Sacra Biblia
Erstlich zu Cölln anjetzo aber zu Bamberg. Verlegts Johann Friedrich Rüdiger -
1718
1228, 327 S.
1725: Das Neue Testament
Erfurt: Berhard Jacob Rumer, Buchb. zu erfragen gegen St. Laurentii - 1725
63, 16, 784 S.
1730: Sacra Biblia
Erstlich gedrucket zu Cölln und Bamberg, anjetzo aber zu Prag in Königs=Hoff bey
Matthias Höger, Hochfürstlich=Ertz=Bischöflichen Bruchdruckern, An. 1730
Verlegts Johann Friedrich Riediger
1228, 327 S.
Lit.:
Panzer, 1781; S.139-166;
Buchberger, Kirchliches Handlexikon, Band 2, Sp.2487f.;
Hummel, Heribert - Die Bibel in Bildern 1983, Nr.49
Schildenberger, Die Bibel in Deutschland, S.265-267:
Caspar Ulenberg
Zu den geistlichen
Fürsten, die sich um die Verbreitung einer katholischen Bibelübersetzung
bemühten, gehört auch der Kölner Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von
Bayern. Dieser gab dem Kölner Pfarrer Caspar Ulenberg den Auftrag, nach
der Sixtinischen
Vulgata eine deutsche Übersetzung anzufertigen.
Ulenberg wurde 1549
als Sohn lutherischer Eltern in Lippstadt geboren. Nachdem er sein
Studium in Wittenberg begonnen hatte, kam er 1572 nach Köln, wo er zur
katholischen Kirche übertrat und schon 1575 zum Priester geweiht wurde.
Seine erste Pfarrstelle war Kaiserswerth. Von 1583 bis 1594 war er
Pfarrer an St. Kunibert in Köln, seit 1592 Regens des Gymnasium
Laurentianum, von 1605 bis 1617 Pfarrer an St. Kolumban und dazu von
1610 bis 1612 Rektor der Universität. Obwohl Ulenberg durch
seelsorgerische und wissenschaftliche Aufgaben sehr stark in Anspruch
genommen war, gelang es ihm, sein Werk vor seinem Tode zu vollenden. Er
starb am 16. Februar 1617. Er wollte
Dietenbergers Werk nicht
überarbeiten, sondern etwas Neues schaffen. Bei genauem Studium findet
man, daß sich seine Arbeit von der
Dietenbergers zwar unterscheidet, daß
aber sehr viele Wendungen aus ihr übernommen worden sind, wo sie
Ulenberg den Text der
Vulgata treffend wiederzugeben scheinen. Wegen der
durch den Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges 1618 entstandenen Wirren
blieb das Manuskript bis 1630 liegen. Der umfangreiche Titel lautet:
Sacra
Biblia,
Das ist/Die gantze H. Schrifft Alten und Ne-
wen Testaments nach der letzten Römi-
schen Sixtiner Edition auhs
befehl des
Hochwirdigsten / Durchleuch-
tigsten Fürsten vnd Herren/Herren
Ferdinanden / Ertzbischoffen zu Cöln vnd Churfürsten / etc. mit fleiß
vbergesetzt / Durch
Den ehrwirdigen vnd Hochgelehrten Her-
ren Casparum Vienbergivm Lip-
piensem ...........
Gedruckt zu Cöln/in der
Quenteleyen
Durch Johannem Kreps
Im Jar MDC.XXX,
Mit Rom. Keys. Mayest. Gnad und Freyheit.
Der stattliche
Großfolioband ist mit zeitgenössischen Stichen geziert. Das Alte
Testament hat 578 und das Neue 159 Blatt. Gleichzeitig erschien in der
gleichen Druckerei ein Neues Testament im Oktavformat mit 762 Seiten.
Weitere Drucke,
diesmal in Oktav, kamen in Köln 1666 und 1684 heraus. Interessant ist
die Folioausgabe von 1691 „Cölln ... zu finden bey Johann Hoffmann". Auf
dem Titelblatt zum Prophetenteil heißt es:
Sulzbach /
In Verlegung Johann Hoffmanns/Kunst- und Buchhändlers
in Nürnberg /
Gedruckt bey Abraham Lichtenthaler
Anno M.DC.XCI.
Hier erscheint zum
erstenmal Sulzbach in der Oberpfalz als Druckort, der im 19. Jahrhundert
im Bibeldruck Bedeutung erlangte. Für die Verleger Johann Zieger und
Georg Lehmann in Bamberg druckte Abraham von Werth in FUrth 1701 eine
Folioausgabe, der der gleiche Verleger 1703 eine Oktavausgabe folgen
ließ. Nachdem 1704 in Köln eine „ietzo mercklich verbesserte"
Oktavausgabe erschienen war, gab der Verlag „Johann Andrea Endters sei.
Sohn und Erben" 1705 in Bamberg eine Quartausgabe heraus. 1710 bis 1712
finden wir Ulenbergs Übersetzung in der Pentapla (s. Anhang S. 324). In
Bamberg verlegte Johann Friedrich Rüdiger 1718 eine Bibel in Oktav, 1725
folgte durch den Verleger Bernhard Jakob Rumer in Erfurt ein Neues
Testament in Oktav. Rüdiger ließ bei dem Drucker Matthias Höger in Prag
als „sechsten Druck" eine Oktavbibel drucken. Georg Lehmann (s. o.) war
inzwischen „Kays. Privilegirter
Niederlags-Verwandter-Buchhändler" in Wien geworden und gab 1732 der
Kölner Ausgabe von 1704 ein neues Haupttitelblatt, 1734 verlegte er eine
Folioausgabe. Der letzte Druck einer Ulenbergbibel wurde 1757 durch den
Kölner Johann Joseph Huisch herausgegeben.
Die Bibelübersetzung
Ulenbergs, die man keineswegs als Überarbeitung der Bibel
Dietenbergers
bezeichnen kann, hat neben dieser im Laufe von 130 Jahren eine ziemlich
weitgestreute Verbreitung gefunden.
Lit.:
Hövelmann, Hartmut:
Kernstellen der Lutherbibel, (TAB 5),
S.230
Strohm, Stefan: Bibelsammlung, 2.Abt., 2. Band, 2. Teil, S.339: E 1013,
S.359: E 1036, E 1157; E 1264
BIBLIA, Das ist:
Die ganze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments, Aus den
Grundsprachen treulich wol verteutschet; aufs neue und mit Fleiß übersehen: Mit
dienstlichen Vorreden, begreiflichen Abtheilungen der Capitel, vielen
Auslegungen und Nuzanwendungen, auch genauer Anmerkung der Parallelstellen, und
nothwendigen Concordanzen, Gott zu Ehren, und allen heilsbegierigen Seelen zum
Unterricht und Trost, versehen und herausgegeben durch Johann Caspar Ulrich,
Pfr. zum Frau=Münster. Erster Theil.
ZÜRICH, Bey Conrad
Orell und Comp. 1755
814] Bl. 292, 130 S.
[1Bl., 146 [tatsächlich 144] S.
Großherzoglicher Badischer Kirchenrath und ordentlicher Professor der Theologie
an der Universität zu Heidelberg
Biographie:
Das Buch Hiob Uebersetzung und
Auslegung von Friedrich Wilhelm Carl Umbreit ...
Heidelberg: Mohr, 1824
XLVI, 318 S.
2. verbesserte und vermehrte Auflage 1832
LVIII, 387 S.
Philologisch-kritischer und
philosophischer Commentar über die Sprüche Salomo's nebst
einer neuen Übersetzung und Einleitung in die Morgenländische Weisheit überhaupt
und in die Hebräisch-Salomonische insbesondere / von Friedrich Wilhelm Carl
Umbreit
Heidelberg: Mohr, 1826
[1] Bl., VI, LXVII, 414 S.
Praktischer Commentar über die Propheten
des Alten Bundes mit exegetischen und kritischen
Anmerkungen ... Erster Band Jesaja.
Erster Theil - Auslegung von Cap. 1-33
Hamburg: Friedrich Perthes - 1841;
XXXII, 270 S.
Zweiter Theil - Auslegung
von Cap. 34-66
Hamburg: Friedrich Perthes - 1842;
VIII, S.271-463.
Praktischer Commentar über den Jeremia mit exegetischen
und kritischen Anmerkungen 2. Theil
Hamburg: Perthes - 1842
XXVIII, 296 S.
Praktischer Commentar über den
Hesekiel Dritter Band des Praktischer Commentar über die
Propheten des Alten Bundes
Hamburg: Friedrich Perthes - 1843
XIV, 270 S.
Praktischer Kommentar über den kleinen Propheten Vierter
Band
Hamburg: Perthes - 1845
480 S.
Der Brief an die Römer
auf dem grunde des Alten Testaments / ausgelegt von F. W. C.
Umbreit
Gotha : Perthes , 1856.
VI, 360
S.
Vorwort
Gottesname
Jehova
Pierers Konversations-Lexikon,
Band 12, (1893), Sp.546